Bonitätsdaten - Scoring

Wie kann die Zahlungswahrscheinlichkeit und Bonität eines Kunden geprüft und beurteilt werden? Sagt der Vorname, die Wohnadresse, die ausgegebenen Kreditkarten u. v. m. etwas über die Kreditwürdigkeit aus? Was, wenn diese Daten auch noch fehlerhaft sind? Denn diese und andere Daten werden in vielen Scoringverfahren zugrunde gelegt, um die Bonität oder Kreditwürdigkeit einer Person zu beurteilen. Fazit einer vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Auftrag gegebenen Studie: Die amtlichen Daten aus den Schuldner- und Insolvenzregistern sind die zuverlässigsten Daten zur Beurteilung der Bonität einer Person. Diese so genannten „harten Negativmerkmale“( Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung, Haftanordnung, Insolvenzdaten usw.) sind eindeutig und gewichtig und stammen aus öffentlichen Registern. Wir haben Scorewerten und insbesondere dem sogenannten Positiv-Scorewert immer schon kritisch gegenüber gestanden. Aus diesem Grund erteilen wir für Sie nur Auskünfte die auf einem so genannten Negativ-Scorewert basieren. Grundlage sind hier negative Daten (Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung, Haftbefehl, insolvenzrechtliche Erkenntnisse) und weiche Merkmale (Antrag auf Mahnbescheid oder Inkassomahnung). Für die Bonitätsbeurteilung liegen bei unseren Auskünften damit eindeutige und aussagefähige Werte zugrunde. Alle darüber hinausgehenden Informationen und Scorewert-Ermittlungen sind abhängig vom Datenpool und der statistischen Wahrscheinlichkeitsberechnung jeder einzelnen Auskunftei. Die Beurteilung und Einstufung der Bonität ist oft nicht nachvollziehbar und unseres Erachtens nicht empfehlenswert. (Newsletter September 2009)