Forderungseinzug im A u s l a n d

Einschlägige Statistiken belegen eindrucksvoll, wie die wirtschaftlichen Außenbeziehungen der BRD, allein schon im EU-Raum, stetig zunehmen. Selbst wer heute als Inländer einen Vertrag mit einer im Inland ansässigen natürlichen oder juristischen Person schließt, muss aufgrund der durch den EG-Vertrag gewährleisteten Freizügigkeit von Menschen, Unternehmen und Kapital damit rechnen zu einem späteren Zeitpunkt auftretende Streitigkeiten grenzüberschreitend austragen zu müssen. Hier gilt es nun im Vorfeld einige wichtige Fragen zu klären: • Kann ein Titel im Inland erwirkt werden (beispielsweise Europäischer Vollstreckungstitel)? • Wo muss im Streitfall der Rechtsstreit durchgeführt werden? • Existieren wirksam vereinbarte Geschäftsbedingungen (aus denen sich z B. eine Gerichtsstandsklausel ergibt)? • Wurde deutsches Recht vereinbart? • Wie stellen sich die Vollstreckungsaussichten bzw. die Realisierungsaussichten bei dem Schuldner mit Auslandswohnsitz dar? • Stehen die Erfolgsaussichten eines prozessualen Vorgehens in einem angemessenen Verhältnis zu den Kosten? Hierbei ist bei einem Vorgehen im EU-Bereich von Vorteil, dass durch die Einführung des europäischen Mahnverfahrens die Kosten der Titulierung sich in etwa mit den Kosten einer Verfahrensführung in der BRD decken. All diese Fragen werden vom Verband kompetent geklärt und in Absprache mit Ihnen die zweckmäßigsten Schritte festgelegt. (Newsletter Juli 2009)