Geldwäschebekämpfungsergänzungsgesetz (GwG)

In einem Bemühen, dem Terrorismus Zugriff auf Geldquellen weiter zu erschweren bzw. trockenzulegen hat der Gesetzgeber -auch aufgrund von Vorgaben aus Brüssel- dieses Gesetz erlassen, dass seit dem 21.08.08 in Kraft getreten ist. Und das betrifft auch uns: Das Gesetz verpflichtet neben Kreditinstituten auch Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, die Strafverfolgungsbehörden bei Verdacht der Terrorismus-finanzierung zu informieren. Kern des GwG ist neben dem Identifikationsrecht insbesondere die Anzeigepflicht von Verdachtsfällen. Nach dem Gesetz ist der Vertragspartner grundsätzlich unter Vorlage entsprechende Nachweise zu identifizieren (bei natürlichen Personen: Name, Geburtsort, Staatsangehörigkeit, aktuelle Anschrift; bei juristischen Personen bzw. Personen-gesellschaften: Firmennname, Rechtsform, Register-Nr., Namen der gesetzlichen Vertreter mit Geburtsdatum und -ort). In der Praxis bedeutet das z. B., dass wir zukünftig von unseren Geschäftspartnern bzw. deren Vertretern die Personalausweisdaten benötigen um der Identifikationspflicht nachzukommen. Z. B. bei einer Aktiengesellschaft sind das die Personalausweisdaten der Vorstände. (Newsletter September 2009)