Kuriose Rechtssprechung.....

.....dicke Lippe in der Hochzeitsnacht
Dass der Mensch zu gewissen, üblicherweise einmaligen Anlässen besonders schmerz(ensgeld) empfindlich ist, sehen sogar deutsche Gerichte ein.
Die eigenen Hochzeit ist solch ein Anlass:
Ein Mann aus Bayern geriet kurz vor seinem großen Tag in eine Schlägerei und wurde dabei übel zugerichtet. Verletzungsbedingt konnte er nur sehr eingeschränkt an seiner kurz danach stattfindenen kirchlichen Trauung teilnehmen. Wegen der auf das dreifache angeschwollenen Unterlippe konnte er weder die Braut küssen, noch die Hochzeitssuppe essen oder den Gästen zuprosten. Wegen Knieprellungen konnte er in der Kirche nicht niederknien, der Hochzeitswalzer fiel ebenfalls aus und seine Braut musste aus eigenen Kraft die Schwelle zum Schlafzimmer überschreiten, von anderen sicher ebenso bedauerlichen Beeinträchtigungen für das junge Paar während der Hochzeitsnacht und der Flitterwochen ganz zu schweigen.
Das mitfühlende Gericht fasste seine Entscheidung in folgenden juristisch nüchternen Worten zusammen: „ Dem Kläger, dem bei einem entscheidenden Ereignis seines Lebens ein von seinen Wünschen wesentlich abweichender Lebensvollzug auferlegt war, steht ein Zeichen setzender Schmerzengeldbetrag zu“ in Zahlen 2500,--€ ( Amtsgericht Eggenfelden)